The Gift

Kritiken / 15. Dezember 2015

the_gift_trailer01-600x401Vor ein paar Jahren meinte ein lieber Freund zu mir „kennst du das…?! Leute, die einfach unangemeldet vor deiner Tür stehen?! Die immer wenn sie ‚zufällig‘ in deiner Gegend sind, bei dir vorbeischauen und du dich eher erschreckst, als dich darüber freust?!“ 

Damals meinte ich, ich würde so etwas überhaupt nicht kennen. Heute sieht das anders aus. Heute würde ich sogar behaupten: jeder trifft mindestens einmal in seinem Leben auf so jemanden. Und wie sagt man so jemandem am besten und auf die nette Art, dass er/sie sich doch bitte verpissen soll?!

Vor diesem Problem stehen die Eheleute Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall). Gerade in das neue, schöne Architektenhaus gezogen, steht so ziemlich jeden Tag Gordon bzw. „Gordo the Weirdo“ (Joel Edgerton) unangemeldet vor der Haustür. Oder er stellt ihnen ein Willkommensgeschenk davor. Simon kennt Gordo aus der Schule und da war der auch schon ziemlich komisch drauf. 

Irgendwann fasst er sich also ein Herz und bittet den schrägen Vogel in Zukunft doch lieber andere Leute zu belästigen. Privatsphäre und so. Stalking und so.

Und dann fängt es erst an richtig eigenartig zu werden. Der Hund verschwindet, Robyn hat permanent das Gefühl verfolgt zu werden, wohnen in dem schönen Architektenhaus macht keinen Spaß mehr. Außerdem hat sie immer mehr das Gefühl, dass ihr Simon absichtlich nichts von seiner Schulzeit mit Gordo erzählen will und dass dieser möglicherweise noch eine offene Rechnung mit ihm hat.

Dabei ist Simon doch so ein Vorzeigeehemann mit einer Vorzeigekarriere. Was sollte der schon zu verheimlichen haben…

The Gift ist ein Psychothriller von Regie- Debütant Joel Edgerton. Auch das Drehbuch stammt von ihm und man muss ihm eigentlich gratulieren, denn der Film ist die meiste Zeit über sehr spannend und fesselt. Es wird genug kreativer Spielraum gelassen um diverse Ideen im eigenen Kopf durchzuspielen, was Gordo nun zu diesem Weirdo machen hat lassen und zumindest ich bin ziemlich daneben gelegen. Manche Stellen sind vorhersehbar und aus diversen anderen (Psycho-)Thrillern so oder so ähnlich gesehen, nichts desto trotz kann man ihn sich im Rahmen eines Filmabends getrost ansehen. Oder wenn man auf der Suche nach Argumenten ist, warum eine vollkommen gläserne Hausfront keine gute Idee ist – The Gift zeigt’s recht deutlich.

Empfehlung: ja.BIGthe-gift-1.jpeg











Previous Post

Unknown User

Next Post

Dark Places





0 Comment


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


More Story

Unknown User

Cybermobbing und Cyberbullying ist das neue "Da! Die dicke, dumme Lisa mit ihren abgefuckten Klamotten, die ihre beiden...

15. December 2015